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Leitbild der Jobcenter Wuppertal AöR

Präambel

Mit der größten Sozialreform seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Rahmen des 2. Buches des Sozialgesetzbuches (SGB II), wurden im Jahre 2004 die rechtlichen und organisatorischen Weichen für die Gründung der ARGE Wuppertal gestellt, die gemeinsam von der Agentur für Arbeit und der Stadt Wuppertal getragen wurde.
Mit der Zulassung als kommunaler Träger hat die Stadt Wuppertal die Aufgabenwahrnehmung nach dem SGB II zum 1. Januar 2012 auf die Jobcenter Wuppertal AöR übertragen. Damit hat die Jobcenter Wuppertal AöR die sozialpolitische Verantwortung für die Leistungsberechtigten übernommen und verantwortet eigenständig die arbeitsmarktpolitischen Instrumente in unserer Stadt.
Wir als Jobcenter Wuppertal AöR sehen uns bewusst in der Tradition der ARGE Wuppertal und vereinen dabei die Stärken der jeweiligen Verwaltungskulturen und Fachkompetenzen der beiden früheren Träger. Auf der Grundlage eines wertegeleiteten Handelns gelingt es uns, Menschen in Arbeit und Ausbildung zu bringen bzw. sie auf dem Weg dorthin zu begleiten und zu unterstützen.
Die uns gesetzlich übertragenen Aufgaben zur beruflichen Integration und zur Sicherung des Lebensunterhaltes nehmen wir als kundenorientierte Dienstleisterin bürgernah und sozialraumorientiert wahr. Mit diesen vielfältigen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Aufgaben leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Wirtschaftsstruktur unseres lokalen Gemeinwesens.

Wer sind wir?

Wir, die Jobcenter Wuppertal AöR, sind ein junges, zukunftsorientiertes Kommunalunternehmen, das in Kooperation mit anderen Akteuren des Arbeits- und Ausbildungsmarktes eine wichtige strukturpolitische Aufgabe in Wuppertal wahrnimmt. Dies tun wir kundenorientiert, bürgerfreundlich und dezentral.
Als moderne Dienstleisterin sind wir dem im SGB II verankerten Prinzip von Fördern und Fordern verpflichtet. Wir verknüpfen die sozialen Dienstleistungen kommunaler und freier Träger mit eigenen, passgenauen Integrationsangeboten. Wir fordern dabei von unseren Kundinnen und Kunden Aktivitäten, die ihren Fähigkeiten entsprechen und dazu geeignet sind, einen wichtigen Beitrag zur eigenen Integration darzustellen.

Was sind unsere Werte?

Gemeinsame Werte leiten unser Handeln. Wir setzen uns klare Ziele und arbeiten serviceorientiert. Wir bekennen uns zu unserer sozialen Verantwortung für die Stadt und ihre Menschen. Sowohl innerhalb der Organisation als auch im Kontakt mit den Kundinnen und Kunden setzen wir auf Respekt und Zusammenarbeit. Die eigene Veränderungsbereitschaft macht uns fit für die Herausforderungen der Zukunft.

Was sind unsere Ziele?

Unsere kundenbezogenen Ziele leiten sich aus unserem gesetzlichen Auftrag, den Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes und den Bedürfnissen unserer Leistungsberechtigten ab. Unser Handeln zielt auf Integration in Arbeit, Beendigung von Langzeitbezug, aber auch Integrationsfortschritte ab. Im Sinne von Fördern und Fordern ergänzen sich dabei individuelle Beratung, passgenaue Maßnahmeangebote und Leistungen zur Existenzsicherung zu einem nachhaltigen Integrationserfolg. Dabei setzen wir uns für Chancengleichheit von Männern und Frauen ein. Dies betrifft sowohl den Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, als auch zu sozialen Dienstleistungsangeboten.
Als Organisation verstehen wir uns als verlässliche und attraktive Arbeitgeberin, die die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Aufgabenwahrnehmung schafft und den Beschäftigten dabei vielfältige Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Die Gleichstellung von Männern und Frauen, von Behinderten und Nichtbehinderten ist ein selbstverständliches Ziel unserer Organisation. Darüber hinaus ist die Vereinbarkeit von Familiensorge und Beruf ein zentrales Handlungsfeld für eine zukunftsfähige Organisationsentwicklung.

Wie wollen wir sein?

Wir kennen und respektieren die nationale und kulturelle Vielfalt unserer Kundinnen und Kunden. Dieses Grundverständnis von Akzeptanz und Toleranz bestimmt unser Handeln. Das Fördern der individuellen Stärken bei gleichzeitigem Abbau bestehender Defizite sind der Schlüssel zu Existenzsicherung und Integration. Dabei bilden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit all ihren Kompetenzen das solide Fundament für nachhaltigen Erfolg.
Durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsgrundlagen unseres Handelns schaffen wir Vertrauen bei Kundinnen und Kunden, Kooperationspartnern, Unternehmen sowie der Öffentlichkeit. Wir verstehen uns dabei als stets verlässliche, kompetente und innovative Akteurin, die sich flexibel auf die wechselnden Anforderungen der Zukunft einstellt.

Wie gehen wir miteinander um?

Gegenseitige Wertschätzung, Offenheit in Kommunikation und im Umgang miteinander sind die Basis für Zufriedenheit und Identifikation mit der Jobcenter Wuppertal AöR. Auf dem Weg der organisatorischen Weiterentwicklung beziehen wir unsere Beschäftigten in Veränderungsprozesse ein und bieten ihnen damit die Chance, den Wandel aktiv mit zu gestalten.

Wie lernen wir?

Als Organisation lernen wir auf allen Ebenen, dabei ist das Lernen für uns kein Selbstzweck. Offen für Veränderungen hinterfragen und beleuchten wir die sozialen und arbeitsmarktlichen Entwicklungen und leiten daraus Visionen für unser Handeln von Morgen ab. Wir betrachten unsere erreichten Ziele immer nur als einen weiteren Schritt auf dem Weg zu höchster Dienstleistungsqualität.

Woran messen wir unseren Erfolg?

Erfolgreich sind wir, wenn wir für und mit unseren Kunden/innen im partnerschaftlichen Dialog richtungsweisende integrationsfördernde Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Jede Integration, jeder Integrationsfortschritt und jede Verbesserung der sozialen Teilhabe ist ein Erfolg unserer Beschäftigten sowie unserer Kundinnen und Kunden gleichermaßen.
Wuppertal, August 2013