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Bild: Tom V Kortmann

Reinschnuppern lassen

Berufe erfahren und einen Eindruck gewinnen – das ist der Hintergrund der „Reinschnuppertage“ bei Wuppertaler Unternehmen. Auch in diesem Jahr werden Schülerinnen und Schülern der achten Klassen Ende Juni diese Praxistage angeboten. Unternehmen sind aufgerufen, sich zu beteiligen – denn ohne ihre Mitwirkung funktioniert es nicht. Ihnen bieten die Schnuppertage die Gelegenheit, sich dem Nachwuchs von morgen mit interessanten Einblicken zu präsentieren.
Bild: Tom V Kortmann
Schülerinnen und Schüler der achten Klassen informieren sich innerhalb einer Woche über Berufe und Unternehmen. Die „Reinschnuppertage“ im Rahmen der Berufsfelderkundung dienen als eine erste Orientierung für die Berufswahl. Jugendlichen sollen vor allem Ausbildungsberufe nähergebracht werden, die sie nicht kennen oder von denen sie falsche Vorstellung haben könnten. Dass Jugendliche in diesem Alter schneller zu begeistern sind, soll auch die Berufswahl unterstützen. Diese soll eben möglichst frühzeitig und nicht etwa kurz vor dem Abschluss thematisiert werden. Das entspricht dem Konzept des Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das hinter der Berufsfelderkundung steht. Die „Reinschnuppertage“ dienen zudem als gute Vorbereitung für ein Praktikum. Viele Unternehmen beklagen, dass junge Leute schon am zweiten Tag ihres Praktikums nicht mehr erschienen. Gut vorbereitet und mit konkreten Vorstellungen ausgestattet, kann Abbrüchen vorgebeugt werden.

Zum Beispiel eine Rallye

Im vergangenen Jahr boten in der Mehrzahl Handwerksbetriebe praktische Einblicke. Auch das Jobcenter, das ein aktiver Partner des Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist, ließ „reinschnuppern“: 24 Jugendliche lernten auf einer Rallye das Jobcenter als Arbeitgeber kennen und erlebten statt einer „trockenen Verwaltung“ die vielfältigen Aufgabengebiete in einem kommunalen Jobcenter. Sie lösten Aufgaben, beantworteten Fragen und trugen die Antworten in einem dafür vorbereiteten Sammelalbum zusammen, das am Ende viele Informationen über das Jobcenter enthielt. Begleitet wurden sie von Auszubildenden der Stadt Wuppertal, die gemeinsam mit dem Qualifizierungsteam des Jobcenters für die Einhaltung des Zeitmanagements, für reibungslose Abläufe und für die Verpflegung sorgten.

Vom OB zur Chefsache erklärt

Oberbürgermeister Andreas Mucke hat die Berufsfelderkundung bei der Stadt Wuppertal zur Chefsache erklärt: „Es ist wichtig, dass wir dem Nachwuchs in der eigenen Stadt berufliche Perspektiven aufzeigen“, so Mucke begeistert. Er verweist auf viele spannende Berufsfelder in der Stadtverwaltung. Diese wird sich mit einem breitgefächerten Angebot an der Berufsfelderkundung beteiligen und Jugendliche zum Reinschnuppern einladen.
Insgesamt werden 1.000 Plätze benötigt. In diesem Jahr wünschen sich die Initiatoren – Wirtschaftsförderung, Jobcenter, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit, IHK und Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände – einen noch ausgewogeneren Branchenmix. Daher sind besonders Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, dem Einzelhandel, der Gastronomie und sowie aus dem Dienstleistungsbereich und dem klassisch produzierenden Gewerbe aufgerufen, Plätze zur Verfügung zu stellen. Wie das einzelne Angebot aussieht, ist jedem Unternehmen selbst überlassen. Die Wirtschaftsförderung gibt gerne Anregungen.