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PatBerg

„Partizipation Bergisches Städtedreieck“

Die Jobcenter Wuppertal AöR beteiligt sich seit Juli 2015 aktiv an dem Projekt „Partizipation Bergisches Städtedreieck“. Ziel des Projektes ist es, die in der Region lebenden Bleibeberechtigten und Flüchtlinge in Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln und ihre persönliche und aufenthaltsrechtliche Situation dadurch zu verbessern.
Das Jobcenter Wuppertal widmet sich dem Personenkreis der Bleibeberechtigten (nach § 25 Abs. 5 Aufenthaltsgesetz), die nach der Gesetzesnovellierung vor einem Jahr nun auch Zugang zu SGB II-Leistungen des Jobcenters haben. „Bei dem Personenkreis handelt es sich oftmals um Menschen, die bereits seit vielen Jahren mit einer Duldung in unserem Land lebten und bisher noch keine Beschäftigung oder Qualifizierung aufnehmen konnten“, erläutert Monika Maas, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Wuppertal. Aktuell werden 25 Personen im Rahmen der Projektarbeit eng vom Jobcenter betreut. Gemeinsam mit den Teinehmer*innen wird eine berufliche Perspektive entwickelt und die ersten Schritte dorthin unternommen.
Diese Aufgabe übernimmt Frau Susanne Mekelburg für das Jobcenter Wuppertal. Sie unterstützt die Projektteilnehmer*innen bei einer Arbeits- und Ausbildungsaufnahme. Hierbei kommen unterschiedliche Integrationsinstrumente des SGB II zum Einsatz, aber auch verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten.
„Die Einbindung des im Hause ansässigen Unternehmensservice des Jobcenters bietet große Vorteile und hilft dabei den genannten Personenkreis auch kurzfristig in sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen zu vermitteln“, berichtet Susanne Mekelburg vom Jobcenter. „Die Arbeit erfolgt in einem regen und engen Austausch mit der Kundin bzw. dem Kunden und auch mit Arbeitgebern. Kontakte lassen sich dadurch schnell knüpfen und Integrationsstrategien gezielt umsetzen.“
Die Ergebnisse lassen sich sehen: Im Rahmen der Projektarbeit konnten in dem kurzen Zeitraum seit dem Start bereits 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt werden.
So konnte eine 34-jährige Mutter (kosovarisch) von zwei Kindern entsprechend ihrer Qualifikation eine Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin in einem Wuppertaler Gesundheitszentrum aufnehmen. Das Jobcenter Wuppertal hat u.a. die Bewerbungskosten sowie Kosten für die Erbringung von Nachweisen für den Arbeitgeber übernommen und der Kundin Einstiegsgeld bewilligt. Einstiegsgeld kann bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit erbracht werden, wenn dies zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist.
Viele andere Teilnehmer*innen nehmen regelmäßig die Beratungstermine wahr und werden auf dem Weg in Erwerbsarbeit weiter unterstützt. So beginnt ein 39-jähriger Familienvater von vier Kindern (serbisch) in Kürze eine Qualifizierung im Bereich Tiefbau, die durch das Jobcenter Wuppertal finanziert wird. Bei erfolgreichem Abschluss kann er auf eine Einstellung in Vollzeit bei gutem Verdienst hoffen.
„Die Beispiele verdeutlichen, dass das Projekt den Teilnehmenden konkrete Perspektiven bietet und ihre gesellschaftliche und berufliche Integration einen großen Schritt nach vorne bringt. Und auch die Arbeitgeber freuen sich über motivierte Fachkräfte und Mitarbeitende“, resümiert Susanne Mekelburg.
Unter der Federführung der Diakonie Wuppertal engagieren sich, teilweise seit Jahren, weitere Netzwerkpartnerinnen und -partnern im Bergischen Städtedreieck bei dem Projekt: die Stadt Wuppertal, die GESA gGmbH, der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wuppertal, die Jobcenter Wuppertal AöR, die Stadt Solingen, der Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V. und die Stadt Remscheid.
Die Schwerpunkte der Projektarbeit liegen dabei in Beratung, Coaching, Qualifizierung und Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung. Die Zusammenarbeit profitiert von den Kompetenzen aller Netzwerkpartnerinnen und –partner, die im Rahmen eines regelmäßigen Austauschs genutzt werden.
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