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zebera zieht ins Haus der Integration

Das „Haus der Integration“ am Standort „Wicküler City“ soll zum Kompetenzzentrum für Zuwanderung werden und alle Dienstleistungen für Asylsuchende, anerkannte Geflüchtete, Bleibeberechtigte und Zugewanderte unter einem Dach anbieten.
Voraussichtlich im September 2016 werden die öffentlichen Stellen, die sich in Wuppertal um Zugewanderte und Geflüchtete und ihre Arbeitsmarktintegration kümmern, auch räumlich näher zusammen rücken. Das städtische Ressort für Zuwanderung und Integration und das Jobcenter Wuppertal werden in der „Wicküler City“ Hand in Hand zusammenarbeiten und ihre Integrationsangebote für die Zielgruppe bündeln. Das Haus der Integration steht aber auch anderen Behörden und Einrichtungen offen, die Angebote für Geflüchtete vorhalten.
„Wir nutzen die Herausforderung, der sich viele Behörden und Institutionen in unserer Stadt mit den steigenden Flüchtlingszahlen aktuell stellen müssen, nun als Chance, die bestehenden Kooperationen auszubauen und die Wege für Geflüchtete im wahrsten Sinne des Wortes zu verkürzen“, begründet Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender der Jobcenter Wuppertal AöR, den Schritt mit zebera ins „Haus der Integration“ zu ziehen.
Im Dezember 2015 hat das Jobcenter am Neumarkt die zentrale Erstantrags- und Beratungsstelle für Menschen mit anerkanntem Fluchthintergrund „zebera“ eingerichtet. Hier können Geflüchtete, deren Asylverfahren vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) positiv beschieden wurden, einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II stellen. Gleichzeitig werden die Geflüchteten in einen Sprachkurs, eine Beschäftigungs- bzw. Qualifizierungsmaßnahme mit Sprachmodulen oder Arbeit vermittelt.
Bei der Sprachkursberatung und der Beratung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen arbeitet das Jobcenter bereits jetzt eng mit dem Ressort für Zuwanderung und Integration zusammen. „Sowohl zebera als auch das Ressort für Zuwanderung und Integration haben die Zahl der Beschäftigten, die sich um Geflüchtete kümmern, in den letzten Monaten vervielfacht“, berichtet Thomas Lenz „Beide kommunalen Stellen waren daher auf der Suche nach einem neuen geeigneten Standort, der zentral gelegen ist und den Mitarbeiter*innen und Kund*innen die nötigen Raumkapazitäten - auch in der Perspektive - bietet. Daher freue ich mich sehr, dass wir diese gemeinsame Lösung am Standort von „Wicküler City“ realisieren können.“
Voraussichtlich im September 2016 wird zebera mit 24 Mitarbeiter*innen die neuen Räume beziehen. Neben Ansprechpartner*innen für die Bereiche Leistungsgewährung und die Integration werden zwei Mitarbeiter*innen des Jobcenters eine Lotsenfunktion ausüben und Unternehmen, Kammern, Vereine und Ehrenamtler*innen bei Fragen zum Thema Geflüchtete unterstützen. „Wir merken in unserer täglichen Arbeit, dass der Bedarf für eine Anlaufstelle da ist, die durch die Zuständigkeiten der unterschiedlichen Rechtskreise lotst, über Förderleistungen informiert und Vereine und Verbände dabei unterstützt, beispielsweise über unsere Sozialsysteme und ihre Regeln zu informieren. Auf diesen Bedarf werden wir nun reagieren“, erklärt Thomas Lenz.
Perspektivisch sollen sich auch weitere Ressorts der Stadt dem Haus der Integration anschließen, um zukünftig Zuwanderung – auch über die Flüchtlingsthematik hinaus – mit einer abgestimmten kommunalen Strategie an einem Ort zu organisieren.
„Wir können endlich eine Trendwende bei der Bevölkerungsentwicklung verzeichnen, Wuppertal ist nun eine Stadt, die wieder wächst. Die Zuwanderung in unsere Stadt sehe ich als Chance, die wir nutzen sollten. Mit der neuen Organisationsform können wir maßgeblich Einfluss darauf nehmen, ob die Integration der neuen Wuppertaler Bürger in die Gesellschaft und Arbeit gelingt“, betont Thomas Lenz.