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Jobcenter kann auch 2017 auf Kontinuität setzen

Positive Nachricht aus Berlin: das Bundesarbeitsministerium hat dem Jobcenter Wuppertal für 2017 mit 32,5 Mio. Euro Eingliederungsmittel in ähnlicher Höhe des Vorjahrs bewilligt. „Damit können wir alle wichtigen arbeitsmarktlichen Maßnahmen fortführen und besonders im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten auch neue Angebote schaffen “, freut sich Dr. Stefan Kühn, der als Sozialdezernent der Stadt dem Verwaltungsrat des Jobcenters vorsitzt.
Auch 2017 steht das Jobcenter Wuppertal vor großen Herausforderungen, wobei sich zwei gegenläufige Entwicklungen fortsetzen werden. Zum einen wird auch für 2017 eine positive Arbeitsmarktdynamik prognostiziert, so dass das Jobcenter mit ähnlichen Vermittlungszahlen wie 2016 rechnet, wo laut Hochrechnung rund 6.000 Menschen den Weg in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder Ausbildung finden werden. Zum anderen wird auch 2017 mit einem starken Anstieg an leistungsberechtigten Flüchtlingen gerechnet. Sind es 2016 rund zusätzliche 3.500 Personen mit Fluchthintergrund, so werden 2017 weitere rund 3.000 Leistungsberechtigte erwartet.
Trotz des starken Anstiegs von anerkannten Geflüchteten hat sich 2016 die Gesamtzahl der Leistungsberechtigten nur mäßig erhöht: „Zieht man die flüchtlingsbedingten Effekte ab, hätten wir dieses Jahr mit rund 43.000 Leistungsberechtigten den niedrigsten Stand seit 2005 erreicht“, verweist Vorstandsvorsitzender Thomas Lenz auf die Vermittlungserfolge des Jobcenters.
Aufgrund der hohen Zugangszahlen wird das Jobcenter in 2017 einen Schwerpunkt auf die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten legen. Dabei setzt man bewusst nicht auf reine „Geflüchteten“-Maßnahmen: „Die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten gelingt am besten, wenn sie in einem lebensweltlichen Umfeld und in Kontakt mit anderen Personengruppen stattfindet“, berichtet Thomas Lenz von den Erfahrungen der letzten beiden Jahre. Im Mittelpunkt aller Maßnahmen steht der Spracherwerb, der nach Möglichkeit mit beruflicher Praxis und Qualifizierung verknüpft wird.

Weitere Spielräume durch Drittmittelprojekte

Ein wichtiger Baustein für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ist ab Januar 2017 das „Haus der Integration“, wo alle arbeitsmarktlichen Angebote für diesen Personenkreis gebündelt werden, darunter auch als zahlenmäßig größter Akteur die zentrale Erstantrags- und Beratungsstelle zebera des Jobcenters mit über 30 Beschäftigten.

Trotz der intensiven Bemühungen um die Integration von Geflüchteten werden die anderen Zielgruppen des Jobcenters nicht vernachlässigt. Dies gilt vor allem für Langzeitarbeitslose. Um gerade diesem Personenkreis neue Angebote und Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen, hat das Jobcenter allein für 2017 weitere fünf Mio. Euro aus Bundes- und EU-Mitteln eingeworben. Dadurch können unter anderem über 400 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose gefördert werden.

Ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahrs werden Maßnahmen für Alleinerziehende und junge Menschen fortgeführt. Besonders im Blick sind dabei Maßnahmen, die Menschen an eine berufliche Ausbildung heranführen. „Insgesamt bietet das Jobcenter auch 2017 wieder eine ausgewogene Mischung an Maßnahmen, die der Heterogenität der Zielgruppen und den Anforderungen des Einzelnen gerecht wird“, zeigt sich Stefan Kühn mit den Maßnahmeplanungen des Jobcenters für 2017 zufrieden.