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Saubere Wupperufer

Reinigung der Wupperufer im Rahmen von beruflicher Erprobung und Qualifizierung
Von besonderer Bedeutung und besonders stadtbildprägend ist der Fluss Wupper im Zentrum der Stadt. Dementsprechend gelten für die direkten Wupperufer und die unmittelbar benachbarten öffentlichen Flächen erhöhte Anforderungen hinsichtlich der Sauberkeit und Pflege, da diese Bereiche, nicht zuletzt durch die Nutzer der Schwebebahn, einer besonderen Aufmerksamkeit der Bürger, Bürgerinnen und der Besucher und Besucherinnen der Stadt ausgesetzt sind. An diesen Stellen im Stadtgebiet werden Verschmutzungen, Abfallablagerungen und nicht gepflegte, z.T. verwahrloste Flächen, als besonders störend wahrgenommen.
In einem Modellprojekt zwischen der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal, der GESA gGmbH und der Jobcenter Wuppertal AöR werden arbeitslose Menschen die Reinigung der Wupperufer übernehmen. Die Tätigkeiten dienen ihrer beruflichen Erprobung und werden durch Qualifizierungsblöcke ergänzt. Ziel des Projektes ist es die Teilnehmenden durch die praxisnahe Qualifizierung und Beschäftigung in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.
Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung durch verschiedene Maßnahmen ist der GESA sowohl die Arbeit mit der Zielgruppe der Arbeitslosen als auch die Arbeit im Garten- und Landschaftsbau vertraut. Die AWG hat im Bereich der Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16 d Sozialgesetzbuch (Zweites Buch - SGB II) eine über zehnjährige Erfahrung. Weiterhin sind der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW), die Grünflächenunterhaltung der Stadt Wuppertal, das Ressort Umweltschutz und der Wupperverband zur fachlichen Beratung in das Projekt einbezogen. In die Konzeption des Modellprojekts sind die Erfahrungen aus diesen Maßnahmen eingeflossen.Mit dem Projekt soll erprobt werden, wie sich praktische gemeinnützige Arbeit von arbeitslosen Menschen durch einen Wirtschaftsbetrieb organisieren lässt und durch Qualifizierungsblöcke eines Bildungsträgers ergänzt wird. Diese Kombination von Qualifizierung, beruflicher Erprobung und praktischer gemeinnütziger Arbeit, die im öffentlichen Raum sichtbar ist, hebt den innovativen Charakter des Projekts hervor.
Das Qualifizierungsprojekt wird im Auftrag des Jobcenters Wuppertal durchgeführt und von diesem auch finanziert. Zielgruppe des Projekts sind arbeitslose Männer und Frauen aus Wuppertal, die vom Jobcenter Leistungen nach dem SGB II beziehen. In Wuppertal zählen aktuell 13.195 Personen der knapp 17.000 Arbeitslosen zum Rechtskreis SGB II. Durch das Projekt erhalten Menschen, denen es aus verschiedenen Gründen bisher nicht gelang eine Arbeitsstelle zu finden die Chance, sich auf dem Arbeitsmarkt zu erproben und sich für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Eine sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während der Projektteilnahme ist vorgesehen.
Die Zuweisung der Teilnehmenden zum Projekt erfolgt durch das Jobcenter Wuppertal. Insgesamt werden sieben Teilnehmerplätze bereitgestellt. Frei werdende Plätze werden nachbesetzt. Die Gesamtdauer des Projekts ist unbestimmt - die Mindestdauer sollte ein Jahr sein. Die mittelfristige Überleitung in eine ständige Aufgabe im Tätigkeitsbereich der AWG bzw. ESW, mit entsprechen festen Arbeitsplätzen, ist nicht ausgeschlossen. Das Projekt startet am 01.12.2016. Insgesamt neun Monate lang sind die Teilnehmer praktisch tätig, die Qualifizierungsblöcke finden insgesamt dreimal statt und dauern jeweils einen Monat.
Die Tätigkeiten der praktischen Erprobung dienen der Reinhaltung der Wupperufer. Kernaufgaben, die von den Teilnehmern durchgeführt werden, sind das Säubern, Pflegen, Unterhalten und ggf. Herrichten der Wupperufer. Dazu zählen auch das Entfernen von Graffitis und Farbschmierereien, die Beseitigung von Neophyten (unerwünschter Pflanzenvermehrung) sowie kleinere Grünpflegearbeiten und die Beseitigung von „Dreckecken“. Die praktische Erprobung hat einen Umfang von insgesamt neun Monaten und wir von einem Anleiter der AWG betreut. Sie findet über das Stadtgebiet verteilt am Wupperufer statt.
In den Qualifizierungsblöcken wird den Teilnehmenden relevantes Wissen für die Erledigung ihrer praktischen Aufgaben vermittelt. Dazu zählen schwerpunktmäßig Inhalte aus dem Garten- und Landschaftsbau und Pflanzenkunde, Arbeitsschutzvorschriften, insbesondere im Umgang mit Maschinen, Geräten, Gefahrstoffen sowie sonstigen Werkstoffen und Materialen aber auch angrenzende Themenbereiche wie Gesundheit, Bildung und Soziales werden tangiert.
Seitens der GESA kommen eine Lehrkraft, die drei Monate lang in Vollzeit eingesetzt wird, und ein Pädagoge, der den Teilnehmer zwei Stunden pro Monat für die sozialpädagogische Betreuung zur Verfügung steht (insgesamt 168 Stunden während des Projekts) zum Einsatz. Seitens der AWG/ESW wird ein erfahrener Mitarbeiter als Anleiter für den Bereich der beruflichen Erprobung zur Verfügung stehen.