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Ausbildung als Chance für die Zukunft

Erstmals konnte eine Projektteilnehmerin im Projekt „Partizipation Bergisches Städtedreieck“ auch in Ausbildung vermittelt werden. Damit setzt das seit 2015 laufende Teilprojekt seine Erfolgsgeschichte fort.
Ziel des bergischen Projektes ist es, die in der Region lebenden Bleibeberechtigten und Flüchtlinge in Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln. Dadurch wird ihre persönliche und aufenthaltsrechtliche Situation verbessert. Eine Vielzahl von Projektteilnehmenden, die durch das Jobcenter Wuppertal begleitet werden, konnten seit Projektbeginn in 2015 eine Arbeit aufnehmen und so eigenes Einkommen erzielen.

Ausbildung in der Altenpflege

Frau Mekelburg, die sich für das Jobcenter im Projekt engagiert, freut sich: „Im Dezember 2016 nahm erstmalig eine Projektteilnehmerin eine Ausbildung auf und meistert diese große Herausforderung nun neben ihren familiären Verpflichtungen hervorragend.“
Die Projektteilnehmerin arbeitete hart für diesen Erfolg und konnte sich in Vorgesprächen und Auswahlverfahren durchsetzen bis ihr schließlich ein Ausbildungsvertrag zur Altenpflegerin angeboten wurde. Die Mutter von zwei Kindern ist glücklich und sieht die Ausbildung als besondere Chance, die ihr und ihrer Familie langfristig eine bessere Zukunft und ein Leben unabhängig von Leistungen des Jobcenters ermöglicht.
Frau R. arbeitete bereits durch Vermittlung des Projektes als Helferin in einem Altenheim. Hier konnte sie Erfahrungen sammeln und stellte schnell fest, dass der Beruf sie ausfüllt und zufrieden macht. So entstand der Wunsch nach einer Ausbildung im Pflegebereich. Mit viel Eigeninitiative und Unterstützung durch Frau Mekelburg konnte Frau R. die Ausbildung aufnehmen.

Frauenförderung – ein erklärtes Projektziel

„Nach einem guten Auftakt war es wichtig mit der Projektarbeit noch gezielter Frauen anzusprechen und ihre individuellen Bedürfnisse im Fokus zu haben“, erklärt Susanne Mekelburg. Hier müssen die Rahmenbedingungen wie funktionierende Kinderbetreuung und gute Organisation weiterer familiärer Verpflichtungen geklärt sein.
Die Vermittlung in Arbeit und Ausbildung im Rahmen der Projektarbeit übernimmt Frau Susanne Mekelburg für das Jobcenter Wuppertal. Sie unterstützt die Projektteilnehmenden bei einer Arbeits- und Ausbildungsaufnahme. Hierbei kommen unterschiedliche Integrationsinstrumente des SGB II erfolgreich zum Einsatz, aber auch verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten werden genutzt.
Die Schwerpunkte der Projektarbeit liegen dabei in Beratung, Coaching, Qualifizierung und Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung. Die Zusammenarbeit profitiert von den Kompetenzen aller Netzwerkpartnerinnen und –partner, die im Rahmen eines regelmäßigen Austauschs genutzt werden. Das Projekt setzt genau an dieser Stelle an. Unter der Federführung der Diakonie Wuppertal engagieren sich, teilweise seit Jahren, weitere Netzwerkpartnerinnen und -partnern im Bergischen Städtedreieck bei dem Projekt: die Stadt Wuppertal, die GESA gGmbH, der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wuppertal, die Jobcenter Wuppertal AöR, die Stadt Solingen, der Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V. und die Stadt Remscheid.
Gute und nachhaltige Ergebnisse, wie im Beispiel von Frau R., sind laut Thomas Lenz nur dann erreichbar, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Unterstützung von Fachpersonal und Engagement von Teilnehmenden kann nur zum gewünschten Ergebnis führen, wenn auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber offen für neue Wege sind und allen Personengruppen Chancen einräumen.
Das Projekt „Partizipation Bergisches Städtedreieck“ wird im Rahmen der „ESF-Integrationsrichtlinie Bund“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.