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Arbeiten an der Nordbahntrasse

Staatssekretärin zu Besuch in Wuppertal

„Gut für Wuppertal“: Das war die Botschaft, die die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese (SPD) bei ihrem Besuch in Wuppertal am 20. Juni 2018 aus Berlin mitbrachte. Griese war zu einem Treffen mit Oberbürgermeister Andreas Mucke, Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn und Jobcenter-Chef Thomas Lenz ins Rathaus gekommen. Ihr Thema: Die Pläne, die das Ministerium für Arbeit und Soziales laut Koalitionsvertrag in Sachen Sozialer Arbeitsmarkt vorsieht.
Griese berichtete, dass nur noch letzte Absprachen notwendig seien, grundlegende Eckpunkte in der Finanzierung eines Sozialen Arbeitsmarktes aber bereits feststünden. So sieht eine Neufassung der Förderung von Langzeitarbeitslosen vor, dass Menschen, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind oder seit sechs Jahren Unterstützung vom Staat erhalten, eine Förderung für sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse bekommen. Dabei muss die Arbeit nicht wie bisher im öffentlichen Interesse oder zusätzlich zu Pflichtaufgaben sein. Ein Coaching begleitet die Wiederaufnahme von Arbeit, außerdem werden Weiterbildungsmaßnahmen finanziert. „Unser Ziel ist Vollbeschäftigung. Dazu gehört auch, dass denjenigen, die schon sehr lange arbeitslos sind, wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnet wird“, so Griese. Die neuen Regelungen stellen eine ganzheitliche Lösung aus Qualifizierung, Vermittlung und Re-Integration in den Arbeitsmarkt dar.
„Arbeit ist mehr als Einkommen“, betonte der Vorstandsvorsitzende des Wuppertaler Jobcenters, Thomas Lenz. Die Erfahrungen aus bisherigen Qualifikations- und Beschäftigungsprojekten zeigten deutlich, wie wertvoll diese Kombination und der Einsatz in sinnvollen Beschäftigungsfeldern für die Teilnehmenden seien. Oberbürgermeister Mucke verwies darauf, dass viele Projekte in Wuppertal ohne den Einsatz solcher Beschäftigungsprojekte gar nicht möglich wären – zum Beispiel die Stadion-Tribüne oder die Nordbahntrasse. Aktuell haben Mitarbeitende eines Beschäftigungsprojektes bei der Wichernhaus gGmbH und der GBA (Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung) die Vorarbeiten für die neue Schwarzbachtrasse erledigt.

Oberbürgermeister Andreas Mucke verwies auf die Bedeutung von Qualifizierung und Beschäftigung für die Stadt: Wuppertal habe, was Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung angehe, schlechtere Rahmenbedingungen als andere NRW-Städte. Eine Unterstützung zur Beschäftigung und Qualifizierung sei daher dringend notwendig.

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn betonte, Wuppertal habe viele Ideen, wie eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben mit Weiterbildung und Qualifikation kombiniert werden könne und begrüßte, dass die Finanzierung über das neue Gesetzt langfristig gesichert sei.

Kerstin Griese ist Mitglied des Deutschen Bundestages und seit März Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales. Griese vertritt den Bundestagswahlkreis Mettmann II (Heiligenhaus, Ratingen, Velbert und Wülfrath).