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Pressemeldung – 19.03.2025

Jahrespressekonferenz 2025

Jahresbilanz 2024: Leistungsbezug insgesamt rückläufig, jedoch waren Haushaltskürzungen deutlich spürbar

Die Tendenz zum Rückgang der Leistungsempfänger ist auch für 2024 zu verzeichnen und sehr erfreulich für die gesamte Stadt Wuppertal. 

Die Zahl der Personen im SGB-II-Bezug ist 2024 zum dritten Jahr in Folge leicht auf 45.710 gesunken – 32.536 von ihnen gelten als erwerbsfähige Leistungsberechtigte und damit als integrationsfähig. Mit 5.390 Integrationen im Jahr 2024 liegen wir in Wuppertal leicht unter dem Vorjahresniveau (2023: 5.690). 

Jahresbilanz 2024 im Vergleich zum Vorjahr

Kristin Degener, Vorstandsvorsitzende des Jobcenter Wuppertals, wies auf die Auswirkungen der bereits seit 2022 stattfinden Einsparungen beim Jobcenter Wuppertal hin: „Unser Eingliederungstitel ist 2024 um weitere 6,5 Mio. Euro geschrumpft auf insgesamt 42,7 Mio. Euro. Durch die Kürzung konnten wir 1.986 weniger Maßnahmen zur Wiedereingliederung anbieten (31.911 Maßnahmenangebote). Für die Integrationsarbeit ist dies ganz klar erschwerend.“ 

Konnten wir im vergangenen Jahr noch auf die erfreuliche Senkung der Langzeitarbeitslosenquote hinweisen, so müssen wir für 2024 wieder einen Anstieg von 5,7 Prozent auf 23.519 melden. Die Integrationsquote in dieser Personengruppe liegt bei 14 Prozent, zuvor 15,3 Prozent. Im sogenannten sozialen Arbeitsmarkt, zu denen Arbeitsgelegenheiten und Beschäftigungen nach dem Teilhabechancengesetz 16e und i z. B. auf der Nordbahntrasse gehören, konnte das Jobcenter 1.493 Leistungsbeziehende unterbringen, davon meist Langzeitarbeitslose. 

Besondere Bemühungen tätigt die Jobcenter Wuppertal AöR weiterhin bei der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt. Denn liegt die Integrationsquote bei Männern gemessen an den Erwerbsfähigen bei 21,6 Prozent, so ist diese bei Frauen mit 11,8 Prozent noch immer deutlich geringer. Z. B. unterstützt Shans speziell geflüchtete Frauen aus der Ukraine und bei Job BSK werden Müttern mit Migrationshintergrund intensiv Sprachkurse mit Jobbezug in Präsenz angeboten (s. auch fair eingestellt 2024). 

Weitere Auswirkungen des Haushaltsdefizits für das laufende Jahr 2025

Für viele Zielgruppen werden die Qualifizierungsangebote 2025 sinken. Der Wuppertaler Weg – das ist unser historisch gewachsenes System mit einer funktionierenden Trägerlandschaft, die unsere Kunden*innen mit Qualifizierungsangeboten versorgt, die am Ende auch noch der Stadtentwicklung und dem sozialen Frieden zugutekommen – ist künftig gefährdet. 

Seit der Gründung der Jobcenter 2012 sind über 520 Mio. Euro in Integrationsleistungen für die Kunden*innen geflossen. Das ist im bundesweiten Vergleich absolut einmalig. Mit diesen Investitionen konnte das Jobcenter durchschnittlich 30.000 Förderungen pro Jahr anbieten, angefangen bei der Schuldnerberatung, über Ausbildung, Coaching, Qualifizierung bis hin zu Lohnkostenzuschüssen. Es hat 100 außerbetriebliche Ausbildungsplätze pro Jahr geschaffen, 700 Arbeitsgelegenheiten und 600 Beschäftigungsverhältnisse nach dem Teilhabechancengesetz 16i und e. Und nicht zuletzt sind seit dem Bau der Trasse 1.800 Menschen aus dem Leistungsbezug für die Errichtung und Pflege der Nordbahntrasse zuständig, ein bedeutendes Wahrzeichen dieser Stadt. 

Das Jobcenter Wuppertal hat dabei stets mit der konstanten Höhe des ihm zur Verfügung gestellten Verwaltungsbudgets gehaushaltet. Es hat bei wachsenden Anforderungen in der Verwaltung, die der Ausbruch des Krieges in der Ukraine oder die Umstellung auf das Bürgergeld mit sich brachten, reagieren können. 

Doch erstmalig in der Geschichte des Jobcenters Wuppertal findet im laufenden Jahr eine Umschichtung aus dem Eingliederungstitel in den Verwaltungshaushalt statt. Aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes sind aktuell nur Mittel da, um das Minimum der gesetzlichen Verpflichtungen des Jobcenters Wuppertal zu erfüllen. Darüber hinaus laufen rund 2/3 aller Maßnahmen zum Ende dieses Monats vollständig aus, neue Maßnahmen konnten gar nicht erst gestartet werden.

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Themen: Begrüßung Annette Berg / Jahresbilanz 2024 / Anschlussbeschäftigung nach 16i und e / Chancen für Jugendliche / Umzug Bundesbahndirektion
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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Jobcenter Wuppertal
  • Jobcenter Wuppertal AöR

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