Gewalt hat viele Gesichter
Sie begegnet uns in jedem Lebensbereich, im Netz, auf der Arbeit, „draußen“, aber auch zu Hause. Gewalt ist nicht nur körperliche Gewalt mit allen Facetten. Es gibt viele Formen der Gewalt, z.B. Demütigungen, soziale Isolation, Beschimpfungen, Bedrohungen, Stalking (intensives und andauerndes Nachstellen) sowie ökonomische Gewalt, aber auch die Kontrolle über den Alltag gehören dazu.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen findet quer durch alle Bildungs- und sozialen Schichten statt, unabhängig von der Herkunft, unabhängig vom Alter.
Von sogenannter Partnerschaftsgewalt sind besonders Frauen betroffen. Jede dritte Frau wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und / oder sexualisierter Gewalt. Die Täter sind zu einem hohen Prozentsatz aktuelle oder frühere Partner.
Gewalt ist nicht privat. Es handelt sich um Straftaten.
Die Zahlen zur häuslichen Gewalt erreichen im Jahr 2024 erneut einen Höchststand. Hier handelt es sich um angezeigte Straftaten, die Dunkelziffer wird als wesentlich höher eingeschätzt. Denn häusliche Gewalt geschieht hinter verschlossenen Türen. Viele Taten werden aus Angst, Scham, Abhängigkeit nicht zur Anzeige gebracht.
Das Bundeskriminalamt veröffentlicht im Bundeslagebericht das Ausmaß der angezeigten Fälle.
In Wuppertal gibt es zahlreiche Veranstaltungen zu dem Thema.
Der Runde Tisch gegen häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt in Wuppertal hat dieses Jahr das Schwerpunktthema „präventive Bildungsarbeit“. Unter dem Motto „Gewalt beginnt im Kopf“ werden Workshops zum Thema Männerbilder organisiert.
