Gewalt gegen Frauen nimmt weiter zu
Das Bundeskriminalamt (BKA) teilte am 21.11.2025 mit, dass die Zahlen zur häuslichen und geschlechtsspezifischen Gewalt erneut gestiegen sind und sich auf einem Höchststand befinden.
- 171.069 Opfer von Partnerschaftsgewalt (+1,9 %)
- Rund 80 % der Betroffenen sind Frauen
- 77,7 % der Tatverdächtigen sind Männer
- 132 Frauen und 24 Männer wurden 2024 durch Partnerschaftsgewalt getötet
Am häufigsten werden Körperverletzungsdelikte registriert. Häusliche Gewalt umfasst jedoch weit mehr: psychische und physische Gewalt, sexualisierte Übergriffe sowie ökonomische Kontrolle.
Hier finden Sie alle Informationen zum Aktionstag
Bundeskriminalamt: Häusliche Gewalt: Opferzahlen auf neuem Höchststand
Das Dunkelfeld ist riesig
Die am 10.02.2026 veröffentlichte Dunkelfeldstudie „LeSuBiA“ (Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) zeigt, dass Gewalt deutlich häufiger vorkommt als es die polizeilichen Zahlen vermuten lassen.
Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen aus der queeren Community sind besonders häufig betroffen. Der Großteil der Gewalterfahrungen wird nicht angezeigt:
- Anzeigenquote bei allen Gewaltformen: unter 10 %
- Bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt: unter 5 %
- 19 von 20 Taten im Bereich häuslicher oder sexualisierter Gewalt werden nicht angezeigt
Gerade bei sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking sind Frauen deutlich häufiger und schwerer betroffen.
Unterstützung finden
Als Jobcenter sehen wir es als unsere Verantwortung, auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen und Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
