Die Ausstellung erinnert an den tiefen Einschnitt des Jahres 1933 – an den Beginn von Verfolgung, Entrechtung und Gewalt. Zugleich will sie Mut, Solidarität und Widerstand in den Mittelpunkt rücken.
Zur Eröffnung begrüßten Dr. Dieter Nelles vom „Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal“, Sozialdezernentin Annette Berg und Kristin Degener, Vorstandsvorsitzende der Jobcenter Wuppertal AöR die Gäste.
Im Fokus der vom „Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal“ erarbeiteten Wanderausstellung stehen insbesondere die Menschen, die sich dem nationalsozialistischen Regime widersetzten – auch hier in Wuppertal. Arbeiter*innen, Gewerkschafter*innen und politisch Engagierte zeigten früh Haltung und zahlten dafür häufig einen hohen persönlichen Preis.
Ihre oftmals vergessenen Biografien verdeutlichen, dass Unrecht nicht unwidersprochen blieb – und dass Verantwortung stets beim Einzelnen beginnt. Die Ausstellung verbindet diese historische Perspektive mit aktuellen Fragen nach Demokratie, Menschenwürde und Zivilcourage.
Schirmherrin Kristin Degener: „Ich freue mich besonders über die Ausstellung, weil dieses wichtige Thema einen ganz lokalen Bezug zu Wuppertal und der nationalsozialistischen Machtausübung gegenüber der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung in Wuppertal hat.“
Eine weitere Veranstaltung: Historischer Stadtrundgang am 24.03.2026
Wuppertal war schon vor 1933 zugleich eine Hochburg der NSDAP, wie auch ein Zentrum des antifaschistischen Widerstands von KPD, SPD und des katholischen Widerstands. Besonders in der Elberfelder Innenstadt dominierten die Nationalsozialisten und ihre Milizen SA und SS sehr früh das Straßenbild.
Während des zweistündigen Stadtrundgang macht der Historiker Stephan Stracke NS-Tatorte im heutigen Stadtbild sichtbar und erinnert an den Widerstand gegen SA und SS. Anhand ausgewählter Orte werden Verfolgung, Haft und Folter politischer Gegner*innen sowie Formen gesellschaftlichen Widerstands thematisiert und laden zur Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte des Nationalsozialismus ein.
Treffpunkt ist am Dienstag, 24.03.2026, um 16 Uhr vor der Treppe des Haupteingangs der ehemaligen Bundesbahndirektion.
Stationen des Rundgangs
- Bundesbahndirektion
- Döppersberg
- Wupperufer
- Sparkasse Islandufer
- Aue – ehemalige SA- und SS-Unterkünfte sowie Folterstätten
- Auerschulstraße – ehemaliges Arbeits- und Fürsorgeamt
- Friedrich-Ebert-Straße – ehemaliges jüdisches Altersheim
- Laurentiusplatz – katholischer Widerstand
- Luisenstraße / Kasinostraße – Evangelisches Vereinshaus (ehemaliges Polizeipräsidium und Sitz der Gestapo bis 1936)
- Grünstraße (Kaufhof) – ehemaliges Polizeigefängnis
- Alte Synagoge Wuppertal
