Die Familie der Spezial-Reinigungsteams beim Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) hat Zuwachs bekommen. Das neue Team „Wilde Kippen“ ist für die Beseitigung wilder, unerlaubter Müllkippen verantwortlich und ergänzt die drei weiteren Spezialteams Wupperputz, Treppenputz und Wildwuchs beim ESW.
Stadtsauberkeit ist Teamarbeit
Bei der Personalgewinnung arbeitet der ESW mit dem Jobcenter Wuppertal zusammen schafft Plätze für geförderte Beschäftigung für arbeitssuchende Jobcenter-Kunden*innen. Die geförderte Beschäftigung nach dem Teilhabechancengesetz (§ 16i SGB II) ermöglicht eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit und bietet Kunden*innen die Chance, nach längerer Arbeitslosigkeit den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag zu schaffen, berufliche Erfahrung aufzubauen und neue Perspektiven zu entwickeln.
„Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen uns, dass der gemeinsame Weg mit dem Jobcenter und die intensive Begleitung der geförderten Beschäftigten nach dem Teilhabechancengesetz (§ 16i SGB II) für beide Seiten ein Gewinn sind“, sagt Sascha GRabowski, ESW Betriebsleiter und Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal (AWG).
ESW Vorreiter bei der Schaffung geförderter Beschäftigung
Dr. Andreas Kletzander, Vorstand Arbeitsmarktintegration und Finanzen des Jobcenters ist überzeugt: „Mit ESW und AWG haben wir zwei besonders engagierte Partner, die stadtweit mit knapp 30 die meisten 16i-Stellen zur Verfügung stellen. Besonders erfreulich ist, dass bisher nach Auslaufen der Förderung über 60 Prozent der Personen in eine dauerhafte Beschäftigung übernommen worden sind. Das zeigt zum einen, was betriebliche Praxis und intensive Begleitung bewirken können. Zum anderen aber sind AWG und ESW bei der Schaffung von 16i-Stellen Vorreiter im „Konzern Stadt“ gewesen, und nun folgen zunehmend andere Einheiten nach.“
Die Beschäftigung im Rahmen der 16i-Förderung ist zeitlich begrenzt. Gleichzeitig kann sich daraus eine längerfristige berufliche Perspektive beim ESW entwickeln: Wenn sich Beschäftigte im Arbeitsalltag bewähren und entsprechende Stellen zur Verfügung stehen, besteht die Möglichkeit einer anschließenden regulären Beschäftigung in der Stadtreinigung.
Unabhängig davon bedeutet bereits die geförderte Beschäftigung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Chance, wieder dauerhaft im Arbeitsleben anzukommen, eigene Fähigkeiten einzubringen, neue Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich weiterzuentwickeln.
Sauberkeitsoffensive der OB
Im Rahmen der städtischen Sauberkeitsoffensive hat Oberbürgermeisterin Miriam Scherff die Beseitigung wilder Müllkippen ebenso in den Fokus gerückt wie die Sauberkeit von Parks und Spielplätzen:
„Stadtsauberkeit hat viele Facetten: Dazu gehören saubere Straßen, Treppen und Uferbereiche, gepflegte Parks und Spielplätze sowie die Beseitigung wilder Müllkippen. Ich erlebe jeden Tag, wie wichtig dieses Thema den Wuppertalerinnen und Wuppertalern ist. Die vier ESW-Teams stärken unsere Sauberkeitsoffensive und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem lebenswerten Wuppertal.“
Die Teams im Überblick
Das Team Wupperputz befreit gut besuchte und sichtbare Uferbereiche von Abfällen aller Art – seine Arbeit lässt sich teilweise sogar aus der Schwebebahn beobachten. Eine besondere Aufgabe für das Team Treppenputz ist die Reinigung der rund 500 öffentlichen Treppen, die das Wuppertaler Stadtbild prägen. Seit Frühjahr 2026 ist ein eigenes Wildwuchs-Team im Einsatz, das mit entsprechender technischer Ausstattung unerwünschten Bewuchs beseitigt, unter anderem auf Gehwegen, Verkehrsinseln und Querungshilfen. Auch das Abräumen größerer illegaler Abfallablagerungen lässt sich nicht nebenbei im Rahmen der turnusmäßigen Reinigung erledigen. Dafür steht nun „Wilde Kippen“ bereit, das flexibel eingesetzt werden kann.
